NHL

Gewalt im Eishockey

Ja, im Eishockey fliegen manchmal die Fäuste. Und ja, natürlich macht es als Fan Spaß, den Kufencracks beim Austausch von Nettigkeiten zu zuschauen. Aber was Chris Simon von den New York Islanders im Spiel gegen die New York Rangers abgeliefert hat, ist wirklich nicht mehr feierlich: Nachdem Simon von Rangers-Stürmer Ryan Hollweg fair in die Bande gecheckt worden war, brannten bei ihm sämtliche Sicherungen durch. Im Stile eines Baseballspielers schlug Simon seinem Gegenspieler mit dem Schläger ins Gesicht.


Hollweg erlitt zum Glück nur leichte Verletzungen im Gesicht. Das lässt die Tat von Simon aber in keinem besseren Licht stehen. Zu Recht wurde er für 25 Spiele gesperrt, eine der längsten je ausgesprochenen Strafen. Ich meine aber, dass man solche Spieler gar nicht mehr auf das Eis lassen sollte.

Auch Todd Bertuzzi sollte sich lieber eine andere "Sportart" suchen. Vor drei Jahren ermordete der Superstar von den Vancouver Canucks beinahe Colorados Steve Moore auf dem Eis, indem er ihn hinterrücks niederschlug. Das Opfer trug schwere Gehirnerschütterungen und Verletzungen im Gesicht davon und konnte bis heute nicht in den aktiven Eishockeysport zurückkehren. Hier die unfassbare Szene, die sicher zu den hässlichsten Momenten in der NHL gehört:

Bertuzzi wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, nach kanadischem Recht mit einer einjährigen Bewährungszeit "bedingt freigesprochen". Nach unbeanstandeter Bewährungszeit gilt er als nicht vorbestraft. Heute spielt Todd Bertuzzi für die Detroit Red Wings. Er hätte besser nie aufs Eis zurückkehren sollen.

Hoffentlich tauchen derartige Szenen nicht wieder in der NHL auf. Eishockey ist ein toller Sport, aber was die beiden Herren dort abgeliefert haben, hat nichts mehr mit fairem Wettkampf zu tun. Weitere Informationen gibt es unter  http://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt_im_Eishockey.

12.3.07 20:40, kommentieren

Pittsburgh Penguins bald Kansas City Penguins?

Hier mal ein Blick in die Welt der NHL-Teams und ihrer Probleme: Der Mietvertrag zwischen Mario Lemieux (Besitzer der Pittsburgh Penguins) und der Mellon Arena (Spielstätte der Penguins) läuft im Juni diesen Jahres aus. Das Team braucht also quasi eine neue Heimat, denn selbst eine Verlängerung des Vertrages wäre nur eine Lösung auf Zeit - die Halle ist 45 Jahre alt und technisch längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Kasinogesellschaft "Isle of Capri" fasste daher den Plan, eine 290 Millionen Dollar teure Arena in Pittsburgh zu bauen, um den Verbleib des Teams zu sichern - doch dieses Vorhaben steht auf der Kippe.

Mario Lemieux ist daher gezwungen, sich weitere Alternativen zu überlegen - eine davon könnte der Umzug der Franchise nach Kansas City sein, wo im Herbst diesen Jahres das 272 Millionen Dollar teure Spring Center eröffnet werden soll. Zur Zeit befinden sich die Penguins mit den Offiziellen aus Kansas im Gespräch, allerdings haben auch die Städte Houston, Winnipeg, Portland und Oklahoma City ihr Interesse an den Pinguinen bekundet. Ein Verbleib in Pittsburgh sei laut Lemieux ebenfalls denkbar. Mal schauen, wie sich der Poker um die Franchise weiter entwickeln wird ...

Hier die Quelle:

www.nhl.com

1 Kommentar 4.1.07 18:24, kommentieren

NHL contemplating idea of cutting divisions from six to four

Kurz vor Weihnachten geht es in der NHL noch einmal richtig rund: Comissioner Gary Bettman plant ab der nächsten Saison eine völlige Umstrukturrierung der besten Eishockeyliga der Welt. Seit 1998/1999 spielen die Clubs in sechs regionalen Gruppen (Divisions) mit je fünf Mannschaften, wie man anhand dieser Grafik gut erkennt.

Bettmans neues Konzept sieht unter anderem vor, die Anzahl der Divisons in der
Eastern und Western Conference von drei auf zwei zu verringern. So würden sich in einer Division dann sieben bis acht Teams befinden, statt wie vorher jeweils fünf.
Außerdem sollen die Atlanta Thrashers und die Columbus Blue Jackets die Conferences wechseln: Atlanta wird neues Mitglied der Western Conference, während die Blue Jackets in den Osten hinüberwechseln.

Die Frage, die sich sicherlich jeder an dieser Stelle stellt, ist: Warum machen die das eigentlich? Aus meiner Sicht gibt es dafür zwei Gründe: Einerseits fördert man die Attraktivität der Spiele, da es mehr sogenannte "Lokalderbys" geben würde. Statt vier hätte jedes NHL-Team dann auf einmal sechs oder sieben Gegner in der selben Divsion - da wäre Hochspannung um die Playoff-Plätze garantiert.
Andererseits könnte man so die Einschaltquoten im Fernsehen noch einmal beträchtlich erhöhen, da die einzelnen Divisions nach Bettmanns Plan an die unterschiedlichen Zeitzonen der USA angepasst werden sollen. Beispiel gefällig: Spielen die Dallas Stars um 22 Uhr Ortszeit in Los Angeles, muss der texanische Eishockeyfan bis 24 Uhr wach bleiben, um das Spiel live erleben zu können. Was passiert, wenn die New York Rangers in Kalifornien zu Gast sind, will ich erst gar nicht erwähnen.
Kommen jetzt alle Teams einer Division aus derselben Zeitzone, gäbe es kaum noch unterschiedliche Anstoßzeiten für die Fans beider Clubs - die Einschaltquoten erhöhen sich.
Vielleicht wäre es für die Liga nicht schlecht, wenn sich Bettman mit seinem Plan tatsächlich durchsetzt. Jetzt müssen noch die General Manger (GMs) der Teams der Umstrukturrierung zustimmen.

Den kompletten Plan gibts wie immer unter:
www.nhl.com

Und für die, die die englischen Berichte leid sind, hier auch mal eine deutsche Quelle:
www.sport1.de/de/apps/news/news-meldung/news 707827.html

1 Kommentar 25.12.06 18:09, kommentieren

Crosby brutalized the Flyers

Ich muss mal wieder was zu meinem aktuellen Lieblingsthema loswerden. Unter diesem Link findet ihr ein tolles Video zum Spiel der Philadelphia Flyers gegen die Pittsburgh Penguins, dass die Pinguine (spielen in schwarz) mit 8:4 für sich entscheiden konnten. Lehnt euch zurück, genießt einfach mal die geniale Sidney Crosby-Show und versucht doch mal herauszufinden, an wie vielen der acht Tore der Jungstar (trägt die Nummer #87) beteiligt war ...

Ich weiß, die Qualität ist nicht so hervorragend und häufig genug verliert man den Puck aus den Augen, dennoch bringt das Video die NHL-Atmosphäre richtig gut rüber. Und schauts vor allem zu Ende, ansonsten verpasst ihr ein Super-Tor von Jordan Staal, einem weiteren aufstrebenden Riesentalent.

1 Kommentar 17.12.06 22:28, kommentieren

Sidney Crosby - "Sid The Kid"

Jetzt ist auf der NHL-Homepage ein weiterer Artikel über Sidney Crosby erschienen, in dem er bereits mit Wayne Gretzky, dem besten Eishockeyspieler aller Zeiten, verglichen wird. Das ganze ist nicht nur eine erstaunliche Geschichte, sondern könnte auch größere wirtschaftliche Auswirkungen auf die NHL haben: In den letzten Jahren hatte die Liga immer mir sinkenden Zuschauerzahlen und Einschaltquoten in den USA zu kämpfen - mit einem Superstar vom Kaliber eines Wayne Gretzky könnte sich das bald wieder ändern. "We don´t have a strong television right now. But by selling personalities like Sidney or Joe Thornton or Eric Staal, that will help the game", meint Crosbys Agent Pat Brisson dazu. Jetzt sind mal die angehenden Medienwirte unter euch gefragt: Glaubt ihr, dass EIN Spieler der Sportart einen riesigen Popularitätsbonus verschaffen kann?

1 Kommentar 17.12.06 00:17, kommentieren

Who is the best player in the NHL today?

Das fragt NHL.com Editorial Director Phil Coffey die vielen Hockey-Fans auf der NHL Homepage. Sein Vorschlag lautet Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins, der in 28 Spielen dieses Jahr bereits 51 Scorerpunkte sammeln konnte (16 Tore, 35 Assists). Wenn der so weiter macht und von Verletzungen verschont bleibt, dann könnte er mal locker sämtliche Rekorde für Punkte in einer Saison brechen. Schaut euch den Typen hier ruhig mal an, achtet vor allen Dingen auf das Geburtsdatum - der Junge ist erst 19 Jahre alt. Vielleicht habt ihr aber auch noch weitere Vorschläge für den zur Zeit besten Spieler der NHL ...

16.12.06 23:41, kommentieren


Werbung